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Happy-End bei den Frauen I:  Doch noch der 4. Meistertitel in Folge

Das Meisterteam 2008/09 der 1. KL Frauen I:

Fr-I-KL-Meister 08-09-kleiner.jpg

Es fehlen: Anke Eilts, Magret Siemens

Große Freude bei der Kreisliga Damenmannschaft des KBV "Flott weg" Burhafe. Nach einer nicht ganz einfachen Saison konnte am Ende doch noch der erhoffte Meistertitel gefeiert werden. Es ist der 4. Titel in Folge für das erfolgreiche Team.
Dabei hatte es zu Saisonbeginn gar nicht danach ausgesehen.

Der Saisonverlauf:
Aufgrund der doch deutlichen Leistungsunterschiede zwischen Holz und Gummi im Vorjahr versuchte man durch einige Wechsel das Niveau anzugleichen. Allerdings wollte das trotz längerer Trainingsphase nicht so ganz gelingen, es lief nicht alles so rund, wie man sich das gewünscht hatte.

Zu allem Überfluß sah man sich dann auch noch mit einem Spielplan konfrontiert, der - sagen wir es mal vorsichtig - zumindest nicht sehr ausgewogen gestaltet worden war. An den ersten 4 Spieltagen durfte man sich gleich an 3 Auswärtskämpfen erfreuen und der einzige Heimkampf entfiel wg. der Spielfreiheit aufgrund der ungraden Anzahl an Ligateams. Nach 6 Spieltagen hatte man nur einen Heim- und 4 Auswärtskämpfe zu verzeichnen, darunter die drei vermeintlich schwersten in Müggenkrug, Mullberg und Buttforde, den direkten Konkurrenten um den Titel bzw. Gruppensieg.  Nun muss man zwar gegen jeden Gegner irgendwann einmal antreten, aber diese Ansetzungen stießen auch bei neutralen Beobachtern auf Unverständnis. 

Und dennoch muß ein schwerer Start nicht zwangsläufig etwas Negatives sein. Ein toller Auftritt bei einem Favoriten kann ja auch Signalwirkung für die ganze Saison haben. Aber auch jetzt war ein wenig das Pech wieder da, das unseren Damen in den letzten Jahren (zumindest bei den Aufstiegskämpfen) so hier und da treu bleibt. In Mullberg verlor man denkbar knapp mit 1 Wurf und 3 m, in Berdum konnte nur ein Unendschieden errrungen werden und in Müggenkrug gab es wieder eine knappe Niederlage mit 1 Wurf und 26 m. Zu allem Überfluß traf man dann zu Hause auf super aufwerfende Damen aus Marx und verlor so auch noch den Heimkampf, bevor es dann zum direkten Wittmunder Meisterschaftskonkurrenten nach Buttforde ging. Dort war dann zumindest ein Punktgewinn drin, aber in der allerletzten Runde konnte Buttforde das Blatt noch zu seinen Gunsten drehen und wieder waren unsere Damen mit einer Niederlage unter 2 Wurf auf der Heimreise. Natürlich hätten bessere Leistungen den einen oder anderen Punkt dennoch ermöglicht, niemand will fehlende Punkte und enge Ergebnisse nur auf das Pech schieben, aber alles in allem war es doch ein unglücklicher Start in die Saison.

Das Tabellenbild zeigte danach dann auch ein ungewohntes Bild: Die rote Laterne der Kreisliga Frauen I hatte ihre Heimat in Burhafe gefunden. Nach 1 - 9 Punkten, die mit ein wenig mehr Glück und sicherlich auch bosslerischer Klasse im richtigen Moment zumindest auch 5 - 5 hätten sein können, fand man sich ganz unten wieder. Der einzige Trost war, dass man alle starken Konkurrenten noch zu Hause hatte und Buttforde in Blersum auch nur unendschieden geworfen hatte und in Mullberg  sogar 0 - 7 unterlag.

Es galt aus der Not eine Tugend zu machen und so sah man bereits am nächsten Spieltag Svenja Andreßen tatsächlich mit der roten Laterne unterm Arm zum Wettkampf gegen Uttel antreten. Es folgte ein befreiender 8 - 1 Sieg und ein wenig Aufbruchstimmung gab es dann doch. Die Rechenschieber wurden herausgeholt und man stellte fest: Alles noch drin, es muss ja nicht der Gruppensieg werden, Hauptsache man ist am Ende bester Wittmunder Verein.

Und siehe da, Punkt um Punkt wurde aufgeholt, am 10. Spieltag war man bereits mit 9 - 9 Pkt. auf Platz 4 geklettert, aber immer noch 6 Pkt. hinter Buttforde. Am 14. Spieltag holte man sich in Marx die verlorenen Heimpunkte zurück, Buttforde zeigte Nerven und verlor zu Hause mit 2 - 4 gegen Mullberg nachdem sie zuvor u. a. in Uttel verloren hatten und in A-Dose nur ein Remis schafften. Man war auf zwei Punkte dran und es folgte der Heimkampf gegen die Buttforder Damen. Dieser wurde nach hartem Kampf gewonnen und es fehlten plötzlich nur noch 4 Wurf bei noch einem Kampf mehr, um erstmals die "Wittmunder-Tabellenspitze" zu erklimmen. Das gelang aber nach dem nächsten Unendschieden in Uttel nicht. Die letzen beiden Kämpfe mussten nun gewonnen werden und man hoffte auf eine Buttforder Niederlage in Müggenkrug.

Unsere Gummigruppe zeigte zum Saisonfinale sehr stabile und gute Leistungen und trug wesentlich dazu bei, dass man nach dem Sieg über Blersum doch noch mit einem Punkt Vorsprung nach Abickhafe-Dose fahren und somit aus eigener Kraft den Titel gewinnen konnte. Vorausgegangen war nämlich tatsächlich der Sieg von Müggenkrug über Buttforde.

Bei strömendem Dauer-Regen und tatkräftiger Anfeuerung durch zahlreiche Burhafer Käkler und Mäkler hieß es dann Saisonfinale in Abickhafe Dose. Diese wehrten sich in Holz nach Kräften und fuhren ein verdientes Unendschieden ein. Doch eine starke Gummi-Leistung brachte den deutlichen 6 Wurf-Sieg und damit doch noch den Meistertitel 2008/09. Eine 20 - 2 Punkte-Serie ohne Niederlage verkürzte sogar noch den Abstand zum Tabellenersten Mullberg auf 2 Punkte, mit Müggenkrug kam man punktgleich in Ziel. Die Aufholjagd hat ein glückliches Ende gefunden. Anschließend konnte in einem vollen Saal bei de Buhr in Burhafe die Siegerehrung aller Frauen I und II Klassen genossen werden, bevor man dann bis spät in den Abend ausgelassen feiern konnte.Fr-I-KL-Meisterfeier 08-09-kleiner-2.jpg

Bleibt nur zu hoffen, das es den Damen gelingt, alle Kräfte zu bündeln und in die richtige Richtung zu kanalisieren, damit es bei den folgenden Aufstiegskämpfen im Kreis Friedeburg ja vielleicht doch noch das ganz große Happy-End gibt. Nach den vielen Tiefschlägen der letzten 2 Jahre hätten es die Damen sicher mal verdient und Buttforde lies bei der Siegerehrung durchklingen, dass es ihnen auch ganz recht wäre, wenn die Burhafer Frauen mal nicht in der Kreisliga wären. Aber die letzten Jahre zeigten es, die Tagesform muss stimmen, bis zum letzten Wurf. Wir drücken jedenfalls die Daumen.

 

 Wie sagte schon Olli Kahn: "Daaaaaaa isssstttttt daaaassss Diiiiinnnngggggg!

 

 

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Autor: Rolf Willms - 30.03.2009

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