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Die folgende Meldung war dann doch wohl nur ein Aprilscherz: 

 

 

Sensation im Bosselkreis Wittmund - Sondermeldung 01.04.2007

Fusion der beiden Bosselvereine aus Ardorf und Burhafe!

fleuherut-mittel.gifSensationelle Neuigkeiten aus dem Bosselkreis VII Wittmund. Aus Anlaß des Saisonfinales im Ossipokal ließen beide Vereine heute die Katze aus dem Sack: Die beiden einzigsten Wittmunder Vereine die zur Zeit auf OS-Ebene werfen, nämlich die Vereine aus Ardorf und Burhafe, haben beschlossen, zum 01. Juli 2007 zu fusionieren!

Offen ist noch, der neue Vereinsname. Favorisiert wird im Moment aus Burhafer Seite der KBV "Free weg" Burhafe/Ardorf, während aus Ardorfer Vorstandsreihen die Variante "Bosselverein" Ardorf/Burhafe genannt wurde. Für weitere Vorschläge ist man jedoch offen, der Name sei ja nicht das Wichtigste, sind sich beide Vorstände einig.

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Hier im Bild rechts der Vorsitzende des KBV "Flott weg" Burhafe e.V., Werner Gerdes, zusammen mit seinem Namensvetter Hinrich Gerdes, dem Bosselobmann des KBV "Free herut" Ardorf e.V. Anläßlich der Kreismeisterehrung am letzten Wochenende in Burhafe besprachen beide noch einmal wichtige Details und konnten sich offensichtlich einig werden.

Mit dieser Fusion hat Werner Gerdes gleich im ersten Jahr seiner Amtszeit ein deutliches Zeichen gesetzt, den Bosselsport in Burhafe weiter voran zu bringen. Dieses sei "aufgrund einiger struktureller Probleme in der Ortschaft nur mit einem starken Partner möglich" so Werner Gerdes auf Nachfrage.

Erste Gespräche hatte Gerdes auch bereits mit den Bosslern aus Uttel geführt, denn sie waren der eigentliche Wunschpartner der Burhafer, nicht allein auch deshalb, weil man ja bekanntlich fast die gleiche Wurfstrecke hat. Doch leider konnten sich die Utteler nicht ganz mit dieser Idee anfreunden, schließlich befinde man sich gerade in einer sehr guten Weiterentwicklung im eigenen Verein und diesen Trend wolle man nicht mit einer Fusion zu stark belasten.

In Ardorf habe man aber einen gesprächsbereiten Partner gefunden. Zwar laufe es dort auch sehr gut, vor allem die Damenabteilung boomt, aber gerade diese Entwicklung mache es notwendig, die neuen Strukturen auch in Ardorf nachhaltig zu untermauern. So kam dann die Anfrage aus Burhafe gar nicht so ungelegen. Denn auch in Ardorf hatte sich der Vorsitzende Johann Schoon bereits seit ca. 2 Jahren Gedanken darum gemacht, den Bosselsport weiter voranzubringen. In südlicher Richtung stoße man auf den Kreisverband Friedeburg, nach Osten sei man "um die Ecke im Auricher Verband", so Johann Schoon, das grenze die Möglichkeiten doch stark ein.

Nur mit absolutem Spitzensport auf Jahre hinaus sei es möglich, den Bosselsport in Wittmund auf Dauer attraktiv zu halten. Darüber sind sich beide Vorstände einig. Sinkende Zahlen vor allem im männliche Jugendbereich hatten die ersten Warnsignale gegeben. Es gibt mittlerweile genug sportliche Alternativen, die es immer schwerer machen, die Kids von heute beim Bosseln zu halten. Gerade Vereine wie der BSC Burhafe mit seiner hervorragenden Fußball-Jugendabteilung, aber auch neue Sparten, wie z. B. die Leerhafer Bogenschützen seien eine starke Konkurrenz für die Bossler. Man müsse daher reagieren, solange die Strukturen in den Vereinen noch gut seien.

  Auch Kreisbosselobmann Karl Zabel, hier im Gespräch mit Werner Gerdes, zeigte sich anläßlich der Meisterehrung in Burhafe positiv angetan von der Idee der Fusion.

Zwar werde man einen Verein verlieren und dann als ohnehin kleinster Kreisverband nur noch über 10 Vereine verfügen, aber "die sportliche Qualität bei beiden ist so gut, dass ich mir vorstellen kann, dass es zu mehr Mannschaftsmeldungen kommt, weil die Kapazitäten besser ausgenutzt werden können und es noch viel Zulauf geben dürfte."

Auch die Vorstellung, ein Wittmunder Verein könne bald in allen 5 bestehenden Landesligen vertreten sein, fand er "durchaus reizvoll". Die Großvereine aus Pfalzdorf und Reepsholt brauchen Konkurrenz. Es drohen Doppelmeisterschaften der Vereine in den LL Fr I und M I (Reepsholt), sowie von Pfalzdorf in den LL M II und III. Das mache die Sache langweilig. In dem neuen Verein stecke aber dann so viel Potential, dass man sich nicht hinter den beiden führenden Vereinen in Ostfriesland verstecken brauche.


Werner-Karl-Zabel.jpg

Die sportlichen Voraussetzungen sind gerade sehr günstig. In der M I-Klasse besetze man mit Ardorf wieder die Landesliga, Burhafe sicherte sich die Bezirksliga. Beide Teams könnten gestärkt werden, in dem man die Kräfte bündele.
Burhafe bietet für das M II-Team einige hervorragende Werfer mit Landesliga-Niveau an, so dass dort wieder ins Titelrennen eingegriffen werden könnte. (Im übrigen an dieser Stelle noch der Hinweis, dass "als graue Eminenz" im Hintergrund der Ex-Burhafer Eduard Dieken, seit 3 Jahren in Ardorf in der LL M II tätig) durchaus einen großen Anteil an der Fusions-Entwicklung hat. Er hatte die Idee bereits seit seinem Wechsel zu Ardorf im Kopf. "Ich kenne doch meine Burhafer Kollegen noch aus alten Zeiten, das wird richtig gut", so Dieken. In der LL M III könne man bestimmt wieder oben mitwerfen und in den Klassen M IV und V stelle man ohnehin seit Jahren sehr starke Teams.

Die Frauenabteilung von Ardorf wünscht sich einen starken Unterbau für die gerade wieder in die Landesliga aufgestiegene Fr I, die weiter verstärkt werden soll. Burhafe möchte gern wieder in Bezirksklasse. Das passt gut zusammen. Dazu kann Ardorf noch ein weiteres 10-er-Team aufbieten und auch in Burhafe tut sich einiges im Jugendbereich, so dass man eine "Super-Struktur" in Frauen I hätte. Bei den Fr II muß Burhafe zur Zeit völlig passen, Ardorf hingegen stellt auch hier den souveränen Kreismeister und peilt den Landesligaaufstieg an. In Fr III stellt man den Vizemeister und den Tabellendritten und geht davon aus, den starken Willener Damen in nächsten Jahr das Leben sehr schwer machen zu können und auch in Fr IV ist man gut dabei.

Ob man auch in den Jugendbereichen bereits komplett mischen soll, ist noch nicht entschieden. Mitte April soll auf einer Sondersitzung beider Vereine zur Information über die Fusionspläne darüber mit den Mitgliedern auch beraten werden.
Vielleicht sollte man den Fahraufwand bei der Jugend noch gering halten, so beide Vorsitzenden der Vereine.

Am Montag, den 30. April soll dann die Gründungsversammlung des neuen Vereins über die Bühne gehen. Aufgrund der erwarteten Teilnehmerschar ist bereits die Stadthalle in Wittmund angemietet worden. Für den 1. Mai plant man eine Kennenlernaktion. Treffpunkt ist der "Hof von Hannover". Nach einem leckeren Frühstücks-Büffet geht es per Fahrrad über Burhafe und Ardorf mit dem Besuch einiger Maibäume.

Viele organisatorische Dinge sind bereits weit geplant:

Trainingsanzüge: Neue soll es zunächst nicht geben. Farblich sei man ja bereits nahe zusammen und die Burhafer seien in diesem Jahr schließlich erst neu eingekleidet worden, so der 2. Vorsitzende des KBV Burhafe, Günter Rieken.

Wurfstrecken: Es wurde beschlossen, die Frauenklassen auf der Burhafer Heimstrecke starten zu lassen, die Männer I und II werfen auf der Ardorfer Heimstrecke in Richtung Kollrunge. Die Altersklassen Männer III bis V werfen auf der Hohebarger Straße. Die Jugendklassen könnten zunächst auf den gewohnten Strecken bleiben.

Mehrkampf: Hier könne man sich hervorragend ergänzen, da beide Vereine über ein schönes Trainingsgelände verfügen.

Vereinslokal: Beide Vereinswirte wollen natürlich nicht auf ihr Werferpublikum verzichten. Allerdings deutet sich auch da ein Kompromiß an. Entsprechend der Wurfstreckenaufteilung könnte die Damenabteilung bei Hinni de Buhr ihr Heim finden, während die Herren bei Dieter Fleßner-Müller einkehren könnten. Zweimal im Jahr soll es dann künftig eine gemeinsame Versammlung der gesamten Abteilung geben, eine im April in Burhafe als Jahreshauptversammlung und eine im September zur endgültigen Saisonvorbereitung in Ardorf.

Erste Reaktionen wird es bestimmt heute im Laufe des Ossi-Pokal-Finales geben. Wir werden darüber berichten.

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