Käptn´s - Dinner, ein Teamausflug der besonderen Art
KBV „Flott weg" Burhafe MI Landesliga „On Tour"
- Trainingseinheit mit 21,6 er Holz.....
Die Vorgeschichte:
Die Landesligamannschaft der Männer I nutzte das spielfreie Wochenende (Volkstrauertag), um abseits des Bosselalltages am Samstag abend, den 13.11.2010 einmal etwas gemeinsam zu unternehmen. Mannschaftsführer Rolf Willms hatte zum Ende der letzten Saison - die ja mit dem Klassenerhalt in der Landesliga so erfolgreich gekrönt werden konnte - vom Team einen Gutschein für eine „Fahrt ins Blaue" erhalten, u. a. zum Dank für mittlerweile über 20-jährige Tätigkeit als „Teamchef" der Truppe. Vize" Günther Tjardes hatte im Vorfeld die Organisation übernommen und musste auch feststellen, wie schwierig es heutzutage ist, „alle Mann an Bord" zu bekommen. Leider mussten kurzfristig wg. beruflicher und sonstiger Verpflichtungen einige Zusagen wieder zurückgenommen werden. Auch die Rahester Kollegen aus „alten Zeiten" waren ursprünglich mit Begeisterung dem Burhafer Rufen nachgekommen, um dann ebenso kurzfristig leider doch noch absagen zu müssen. Das war zwar schade, der ehemals große Kreis hatte sich dadurch auf 8 Personen reduziert, aber das tat dann der Sache letztlich doch keinen Abbruch. Im Gegenteil, alles konnte gemeinsam und in sehr gemütlicher Atmosphäre genossen werden. Aber was denn nun eigentlich?
Die Anreise:
Nun zunächst stand das Sammeln des Teams auf der Tagesordnung. Egon Janssen fuhr bei Willms´ens vor und lud den ahnungslosen Mitvierziger erst mal ein. Der wiederum hatte natürlich nicht vergessen vor der Abfahrt den G
utschein vorzuzeigen, um evtl. überhöhten finanziellen Ausgaben gleich mal aus dem Wege zu gehen. Über H. de Buhr, wo die nächsten warteten (Rick, Eike, Steffen, Günther) ging es in Richtung Jackstede, wo MI- Methusalem Onno Bents die „Rentnerfuhre" mit Rolf und Egon vervollständigte. Wohlgemerkt, es war der Teamausflug der Männer I ! Weiter ging es in Richtung Aurich. Kurz vor Erreichen des McDonalds-5-Sterne-Etablissements wurde die Straße dann aber doch in Richtung Stadtmitte verlassen, um gleich darauf nach Extum abzubiegen. Teamchef Willms, immer noch recht ahnungslos, vermutete urplötzlich ein Treffen in Rahe (was ja, wie sich im nachhinein herausstellte, gar nicht mal so abwe
gig war), um dann aber recht schnell ernüchtert festzustellen, dass die nächste Abfahrt nicht auf das BV-Vereinsheim sondern auf einen Parkplatz führte. In großen blauen Buchstaben stand dort „Kreisvolkshochschule" zu lesen. Aha, eine Bildungsveranstaltung, das also war die Fahrt ins Blaue... Sollte der Teamchef etwa gezwungen werden, vor irgendwelchen ahnungslosen Nachtschwärmern einen Stand-Up-Vortrag über den „Friesensport und seine statistischen Auswertungsöglichkeiten im Allgemeinen und im Speziellen" zu halten? Willms schwante Böses, obwohl, .........so 3 bis 4 Stunden lang wäre ihm sicher was eingefallen.
Viva la Mexico!
Doch nein, einigen überkam bei diesem Gedanken wohl das „nackte Entsetzen" und so wurde mal ganz schnell die Straßenseite gewechselt und ins „EL GRINGO", einem beliebten Mexikanischen Restaurant eingekehrt. Also doch erst mal Grundlage schaffen, das war wohl auch besser so. Draußen vor der Tür wurde man von einem griechisch anmutenden Springbrunnen und einer dahinter platzierten österreichisch aussehenden offenen Kutsche stilsicher empfangen. Sogleich nach Betreten des rappelvollen Restaurants zeigten sich die Qualitäten eines guten Managers, sprich Günther hatte
genügend Tische in sehr gemütlichem Ambiente geordert. Auf flehentliches Bitten des Bedienungspersonals wurde auch ganz großzügig der überschüssige Tisch an nette Nachbarn abgetreten. Etwas zu früh, wie sich bald herausstellte, denn die hübschen Blondinen, die kurz darauf eintrafen, mussten sich nun etwas weiter entfernt niederlassen, blieben aber wenigstens noch im Blickfeld des Teamchefs.
Das große Fressen:
Aufmerksam studierten dann alle die 50 cm hohe Speisekarte mit den gefühlten 500 Angeboten, um am Ende dann doch fast alle das Gleiche zu bestellen. Zu Anfang natürlich erst mal ein paar große Biere (bis auf die „armen" Fahrer). Dann ging es zur Sache. Der mexikanische Kellner mit offensichtlichem Migrationshintergrund (bis zum Ende des Essens hatte man sich nicht auf japanisch, chinesisch oder doch wat anders geeinigt) zückte den Block und notierte die Nummern der Speisen. 3 x 70 wurde zunächst geordert (Riesenteller mit mind. 5 unterschiedlichen Fleischspießen), was den Statistiker Rolf zielsicher die 73! ordern ließ, eine ebenso große und leckere Fuhre Geschnetzeltem mit Käse, Zwiebeln, Gemüse und Reis.
Ex-Jungspund Steffen, der heute aufgrund der Nichtanwesenheit der neuen Jungspunde Stefan (Mütze) und Martin Siebolds das „Ex" mal wieder streichen durfte, meinte dann auch die 70 schaffen zu können, was sich bereits nach dem 2. Fleischstück als großer Fehler entpuppte. Den Vogel schoss dann aber Rick Andreßen ab, der gleich mal 400g Fleisch orderte; ohne Beilagen versteht sich (auch den fiesen Salat mit der scharfen Chilischote bekam er nicht). Was dann geliefert wurde erinnerte in der Form und Länge zunächst an zwei kohlschwarz gebackene Apfelstrudel, entpuppte sich dann bei näherem Hinsehen jedoch als zwei riesen Spareribs. Lt. Wikipedia ist das allerdings das „obere, fleischarme Drittel des Schweinebauchs", was dann letztlich die 400g doch wieder etwas relativert. Am Ende waren es wohl mind. 250g Knochen gewesen, aber die waren dann auch wirklich fein säuberlich fleischlos geknabbert worden. Der immer noch ahnungslose Krimifan Willms kam nicht drauf, dass dieses Gericht wohl ein gut durchdachter und getarnter Hinweis auf die noch folgenden Aktivitäten war, denn mit „Spare" kam man im Verlauf des
Abends noch des öfteren in Kontakt.
Nach der sehr gemütlichen und schmackhaften Fressorgie, der sich Steffen etwas entzogen hatte -was ja völlig verständlich war, verfügt sein schlanker Körper in seinem Alter natürlich noch nicht über einen jahrelang gedehnten Magen, wie ihn die Kameraden vorzuweisen haben- und die von Eike mit dem einverleibten 6. Stück Fleisch von Steffen´s Resteteller beendet wurde, gab es als „Rausschmeißer" dann noch den traditionellen mexikanischen, ähhhhh wohl doch eher italienischen „Rum mit Bunk", auch Sambuca mit Kaffeebohne genannt.
Ab zum Superbowlen im Auricher Superdome:
Nachdem dann auch alle Handy´s wieder sicher verpackt waren und etwas Smalltalk (plattdeutsch: Dummschnackeree) die Runde erheitert hatte, wurde der nächste Programmpunkt in Angriff genommen: Wer schafft es, dem Teamchef die hohe Rechnung unterzujubeln? So etwas weiß der natürlich routiniert abzuwehren und so blieb der restlichen Meute nichts anderes übrig, als die Tagessatzung zu studieren, um festzustellen, wer denn nun wohl welchen Obolus für
das gemeinsame Mahl zu entrichten habe und wie viel Pesos Trinkgeld angemessen wären. Willms unterdessen riskierte noch einmal den ein oder anderen Blick auf den blonden Nachbartisch. Nachdem die Kohle abgedrückt war -ein zwischenzeitlich angedachter Fluchtversuch durch die nahe Seitentür war wieder verworfen worden- ging es zurück zu den PKW´s, es wurde Zeit den nächsten Programmpunkt anzusteuern. In Richtung Carolinenhof ging es weiter und dem Teamchef schwante dann doch, was der Abend noch bringen würde. Als Landesligateam muss man ja auch immer den Trainingszustand im Auge behalten und drei Wochen Pause wären wohl doch etwas lang. Damit der Schwungansatz erhalten blieb und die Armkraftwerte sich verbessern, wurde zielsicher das alternative Bosseltrainingszentrum, kurz Bowlingbahn, betreten. Auch hier zeigte sich wieder die umsichtige Organisationsgabe des Vize Günther, der für 10 Uhr Bahnen geordert und wohl auch dafür gesorgt hatte, dass man sich gleich heimisch fühlte, denn begrüßt wurde man doch von allseits bekannten Bosslern, wie dem Plaggenburger und „Fast-Burhafer" Timo, dem Blersumer Matthias Helmers oder Helmut „Fahrad-Block" Friedrichs aus Dietrichsfeld.
Onno´s große Treter:
In einem eingehenden Vortrag des wohl bereits seit den 30er Jahren dort tätigen Bowlingbahnbetreibers, wurde dem überorganisierten Onno dann verboten, seine eigenen Kegelschuhe zu benutzten. Die Hallensohle der Schuhe weise nicht die nötige Schlüpfrigkeit auf, um nach fulminantem Anlauf elegant ins Gleiten zu kommen. Vielmehr bestünde die Gefahr aufgrund des herausragenden Grip´s der Treter beim Abwurf „auf die Schnauze zu fliegen". So musste Onno wohl oder übel
seine Schuhe wieder in die Plastiktüte verstauen, in der einige Fachbowler bereits eine aufblasbare Bowlingkugel vermutet hatten, um dann zu allem Überfluß mit dem deutlichen Ausruf „ACHTUNDVEERTIG" auch noch seine wohl etwas überdimensionierte Fußgröße zu verraten. Künftig galt es, auf evtl. unbeachtsichtigtes Übertreten von Onno zu achten, was sich dann aber auch schnell als nicht notwendig zeigte, denn Onno war nach gerade überstandener Einrenkung von mind. 5 verschobenen Wirbeln froh, überhaupt in die Nähe der Abwurflinie zu kommen. Dann aber ging es zügig an die erste Runde und bevor die erste Kugel geworfen wurde, waren die Biere dann auch schon da. Im Losverfahren hatte man noch beim Mexikaner Teambildung betrieben, was darin endete, dass Holz 2 ohnehin wieder alle im gleichen Team waren, allerdings noch in der ersten Runde auf das 4. Mitglied Detlef verzichten mussten, denn der war bei Eintreffen im Bowlingcenter wohl gerade erst nach Rehau-Schichtende ins Auto gestiegen. Dabei waren alle schon so gespannt auf seinen Auftritt, hatte er doch erst vor kurzem die 200-Punkte-Schallmauer geknackt.
Voller Magen schnürrt nicht gern...:
Sogleich erwachte trotz deutlicher Schwierigkeiten bereits beim Schuhe schnüren -irgendwie war doch den meisten der Bauch im Weg- in allen dann aber Landesligakampfgeist und dem jeweiligen Gegnerteam wurde eine üble Niederlage prognostiziert, mit der Folge, die georderte Bierrunde zahlen zu dürfen. Das erwies sich natürlich am Ende als totaler Blödsinn, weil zum einen keiner mehr genau wusste, wer wann was bestellt hatte und zum anderen eh alles aus der gemeinsamen Kasse gezahlt wurde und zum dritten Rolf aufgrund des Gutscheins nicht im Entferntesten daran dachte, hier was zu bezahlen. Angeblich hatte er das Portemonnaie ja auch gar nicht mit. Aber egal, ein Leistungssportler braucht nunmal ein Ziel. Die erste Runde galt dann wohl doch mehr dem lockeren Einwerfen, der Auswahl der richtigen Kugel und dem Inspizieren der nachbarschaftlichen Mitbowler bzw. doch wohl mehr der Bowlerinnen, wie z. B. der süßen Lena, die die Kugel immer so niedlich an allen Pins vorbeibugsierte... Günther Tjardes hatte allerdings bereits angedeutet, trotz nur mäßiger B-Note heute abend doch ordentlich punkten zu können, immerhin 148 Pins hatte er bereits anzubieten. Apropos punkten, pünktlich (ok, war nicht so gut) zur 2. Runde war dann auch Detlef eingetrudelt, der ohne dicken Bauch und mit über 200 Pkt. Highscore ausgestattet, Holz 2 zum totalen Triumph verhelfen sollte.
Kampf der Giganten:
Und mit Begeisterung ging es dann in die Vollen. Steffen, der geübte PC-User, hatte auch gleich heraus, wie man etwaige Fehlanzeigen im Wertungssystem korrigieren könne, was Holz 2 nun sehr wachsam werden lies. Etwas ungelenk sah es bei dem ein oder anderen zwar aus, was wohl vor allem der schweren und ungewohnt großen Kugel zuzuschreiben war; oder wa
r es doch eher der ungewohnt kurze Anlauf und der Versuch, den Abwurf elegant auszurutschen? Dennoch gab es dann schon recht häufig den Abräumer nach dem 2. Wurf, dem sog. Spare. Vor allem der Sparerib-Rick tat sich hier verständlicherweise schon mal hervor. Hier und da wurde dann auch gestreikt, ähhhhh....quatsch, fiel auch schon ein Strike, der allseits mit großem Gejöhle, Abklatschen und einer Fülle an Begründungen, warum jetzt das andere Team zusammenbrechen würde, kommentiert wurde. Ende der ersten regulärem Wettkampfrunde musste dann Holz 2 klein bei geben, Günther Tjardes 165 Punkte waren von Detlef mit 168 zwar noch ausgekontert worden, doch Egons starke 162 im Oldie-Duell mit Rick (101) gaben hier wohl den Ausschlag. Für Detlef waren heute die 200-Punkte-Trauben ein wenig höher aufgehängt, als noch vor kurzem beim Rekordwerfen, dass wurde ihm im Laufe des Abends klar. Aber dann zeigte sich doch, wo in Burhafe der Hammer sitzt, nämlich in der Gruppe des Team-Chefs, wie es sich gehört. Steffen mit seiner Jungspundschmalhanskugel (rosa-Mädel-Ball mit gefühlten 200g Gewicht) und Egon zeigten tolle Haltungsnoten, doch da konnte auch Rick gut mithalten. Nur Pins gibt's dafür natürlich nicht. Als Onno und Rolf Kimme und Korn dann auch richtig justiert hatten, gab es kein Pardon mehr. Holz2/Detlef fegte die Kameraden von der Piste, daran konnte auch Eike mit noch so viel gekurbel nichts ändern. Die nächsten drei Runden wurden jeweils zum Debakel für die Truppe um Vize Günni, die sich nach Kräften wehrte, aber letztlich der Routine unterlag. Zur Not wurden in Holz2/Detlef auch in der Rinne liegende Pins getroffen, die die Kugel wieder auf die Bahn brachten, kein Trickwurf wurde ausgelassen. Gefühlte 5 Liter Bier und mind. 8 Toilettengänge später stand es dann fest, das ganz deutliche Ergebnis von 3 - 1 „Sätze" für Holz2/Detlef. 2.183 Teampins gegenüber 2.117 hatte man gebracht. Lediglich in der Einzelwertung überlies man dem Gegner fairerweise in Form von Günni den Orgabonus zum Sieg mit 623 Pins vor Detlef (598) und Rolf mit 567.
Das Fazit:
Die Finger schmerzten, die Schulter hing durch, der dicke Bauch war wieder weg und die Socken qualmten, aber es hatte riesigen Spaß gemacht. Und während Rolf in Villabacho bereits an den nächsten Programmpunkt dachte, war der Rest in
Villariba noch damit beschäftigt, die einzelnen Finanztöpfe richtig zu sortieren, damit auch jeder das richtige am Ende gezahlt hatte. Leise fiel dann hier und da auch der Begriff „Mannschaftskasse". Ein geschickter Versuch, Rolf doch ein wenig in die Finanzierung des Abends einzubinden, oder wurden nur die eigenen Finanzen knapp? Was musste man denn auch unbedingt zur teuersten Wochenzeit bowlen gehen? Rolf war´s egal, er fand´s einfach klasse.
Kilkenny beendet das finanzielle Teamdesaster:
So, 1.00 Uhr nachts war durch, so manches Handgelenk auch, Zeit sich neu umzusehen. Einige entschlossene fanden dann
auch sogleich am Ausgang rechts die nächste Gelegenheit.......nee nicht den Eingang zu Dinis Disco, sondern nach schier endlos langer Zeit Lungenschmacht ne Raucherecke. Rolf wollte heute nix auslassen und nahm dort auch mal einen tiefen Luftzug. Nach kurzer Beatmung, ähhh nee, Beratung, zogen sich Steffen und Eike dann zurück, um statt beim Rahmann dann wohl doch zu Hause im Bett zu landen, während Rolf die verbliebenen „Alten Herren" ins Irish Pub lotste, wo sich die Sensation des Abends anbahnte. Nach kurzer Inspizierung der Getränkekarte und langer Erklärung von Irland-Besucher Günni (war er wirklich da gewesen?), warum das Guinness in Deutschland nicht trinkfähig sei, bestellte Rolf eine Runde großes „Kilkenny". Und dann geschah es: Nach gemütlicher Trinkrunde bei der im Vorraum weitere aus dem Bosselsport bekannte Personen (u. a. Rick´s Nachbar Fokken und Rolf´s Vetter Jürgen, Bosselobmann in Blersum) entdeckt wurden, zückte Rolf stilsicher das aus Vor-Team-Chef-Zeiten stammende Geldmäppchen mit der Aufschrift Ossi-Pokal-Sieger 1988 und bezahlte die komplette Zeche, was denn wohl auch als Zeichen für die zufriedenstellende Erfüllung der versprochenen Gutscheinleistungen gedeutet werden durfte.
Oldie-Night bei Rahmann:
Tja, 2.00 Uhr nachts und der Abend fing erst an. Zielsicher wurde die Parkgarage angesteuert, wobei sich Detlef dann auch verständlicherweise nach einem langen Tag in die waagerechte verabschiedete und der Rest der Truppe (die allerältesten waren wieder einmal übrig geblieben mit Onno, Egon, Rick, Rolf und Günni) schnurstracks in Richtung Middels aufmachte,
galt es doch den Abend noch ein wenig abzurunden und bei den meisten wohl mittlerweile unbekanntes Terrain wiederzuentdecken. Erstmals traf man bereits vor der Tür mit Mona Eden und Katja Gerdes dann auch gleich auf weibliche Burhafer Bosslerinnen, steuerte dann aber doch zielstrebig in den Vorraum zur Hölle, dem nebelumwobenen 1. Raum des Rahmann-Tanztempels. Nachdem sich die müden Augen denn doch ein wenig Überblick verschafft hatten, galt es zuallererst und zum x-ten-Mal die Blase zu entleeren, bevor man sich weiter durchtasten wollte. Immer schön rechts am Tresen entlang hangeln, damit man das Wesentliche nicht aus dem Augen verliert und dann war es auch schon passiert. Man traf doch tatsächlich auf Hüdel Gerdes, der sich leider 1 Tag zuvor doch noch errinnert hatte, wg. einer Einladung zum 18. Geburtstag einer netten, hier zum Beweis auch anwesenden, Dame das Team nicht unterstützen zu können. Offensichtlich hatte er es wohl auch noch geschafft kurzfristig ein Geschenk zu besorgen. Sofort wurde Wiedervereinigung gefeiert und die Gläsergröße wurde von XXL-Bierhumpen erstmals an diesem Abend auf handgerechte 0,1l-Cola-Korn-Gläschen gewechselt. Einige Gesprächspartner aus dem Burhafer Umfeld fanden sich ein und auch Landesliga-Bosselkonkurrenz in Form von Ingo Fähnders und Thomas Cornelius aus Ardorf lies nicht lange auf sich warten. Sofort wurde erst mal abgecheckt, was denn wohl in Ardorf los wäre, schließlich ist das ja unser nächster Gegner und man musste vernehmen, dass dort doch wohl vor allem in Holz heftige Personalprobleme beheimatet waren. Ansonsten ist der 0-10 Pkt.-Start des letztjährigen Landesligadritten ja auch kaum zu erklären. Bezirksklassisten aus Uttel kreuzten dann auch noch den Weg und die Getränkeaufnahmewerte pro ¼-Stunde erhöhten sich stetig. Rolf und Günni meinten dann noch die Oldie-Ecke finden zu müssen, beschritten zielstrebig die sog. Blackbox und auch noch den nächsten Raum, in dem aber nur übelster Techno zu vernehmen war, um dann genauso schnell an den alten Platz zurückzukehren, der eigentlich gesuchten Oldieecke, wie man nun feststellen konnte. Hätte man sich auch vorher denken können, wenn man drauf geachtet hätte, wie alt die Leute waren, die dort saßen, man hatte sie ja schließlich selbst mitgebracht.....
Die perfekte Abrundung eines gelungenen Abends:
Einige Runden später, es muss so gegen kurz vor 4.00 Uhr gewesen sein, machten sich Günni, Egon und Rolf dann doch Gedanken um einen Ortswechsel. Rick hatte sich festgequatsch und bevorzugte das Bleiben. Wann er zurückkehrte ist nicht überliefert. Nach kurzer Diskussion entschloss man sich dann doch, aufgrund des sehr gelungenen Abends, dass es jetzt gut gewesen sei, besser könne es nicht mehr werden, der Heimweg war angebracht. Also nix wie raus, die Jacken geschnappt und ...........es goss in Strömen und gefühlte Tausend Leute draußen, die wohl alle ein Taxi haben wollten. Sofort entdeckte man ein beiges Vehikel mit schwarz-gelber Dachbeschilderung, in das ein offensichtlich schwer
angeschlagener Feierling einzusteigen versuchte. Die anderen Plätze waren überraschender Weise noch leer. Und siehe da, wer fuhr dieses Fahrzeug? Man glaubt es kaum, unser ehemalige 2. Vorsitzende des Bosselvereins Joachim Buscher. Das hatte Stil, nix wie hinein in die Karre, dass müsste doch zu machen sein, oder? Und tatsächlich, nachdem man den leicht komatösen Fahrgast als „Schnapsi aus Abens" identifiziert hatte, konnte die Rückfahrt über Jackstede, Negenbargen nach Burhafe und natürlich erst zuletzt :-) Abens auch sofort in Angriff genommen werden, während die restlichen Besucher draußen weiterhin um einen freien Taxiplatz kämpften. Wohlbehalten kehrten alle zu Hause ein und waren hoffentlich am nächsten Tag früh genug wach, um auch noch den WM-Triumph von Sebastian Vettel live mitzuerleben. Teamchef Willms zumindest gelang das locker. Er bedankt sich an dieser Stelle noch mal ganz herzlich beim Team für die schöne Idee und die tolle Umsetzung und verspricht, noch mind. drei Jahre bis zum 25. Jubiläum als Mannschaftsführer und Chefstatistiker weiter zu machen, was dann auch gleichbedeutend mit 30 Jahren Zugehörigkeit zum Männer I-Team wäre. Dann dürfte es ja vielleicht auch wieder ne Party geben, bei der die finanziellen Belastungen dann durchaus auch andersherum ausfallen könnten.....
EUER KÄPT´N
Wir waren dabei: Günther Tjardes, Detlef Wübbenhorst, Steffen Andreßen, Eike Eden, Egon Janssen, Onno Bents, Ricklef Andreßen und natürlich Rolf Willms